Albert Vögler

- Unternehmer & Politiker

Albert Vögler war der Generaldirektor des zweitgrößten Stahlkonzerns der Welt und Aufsichtsratsvorsitzender von RWE. Darüber hinaus war noch Unternehmer und Politiker. Die Karriere des Unternehmers begann bei der Dortmunder Union. Zu dieser Union zählten neben Zechen auch Eisenerzbergwerke. Auf dem Werksgelände existierte zur Zeit des Nationalsozialismus ein Außenlager eines KZ`s.

Politische Karriere

Albert Vögler war während des ersten Weltkrieges ein Anhänger der aggressiven Annexionspolitik. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er im Rüstungsministerium unter Albert Speer. Darüber hinaus war er Generalbevollmächtigter des Reichsministers und damit für die Kriegsproduktion im Ruhrgebiet verantwortlich. Im Krieg war er vier Jahre lang Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Diese Gesellschaft betrieb in Instituten Grundlagenforschung in Deutschland. Sie hatte ihren Sitz in Berlin. Die Max-Planck-Gesellschaft übernahm nach dem Krieg nach und nach die Institute.

Beziehung zur NSDAP und Hitler

Albert Vögler war von 1922 an Vorstandmitglied der Gäa, sie war eine wichtige Propagandaschaltstelle der Rechten in Süddeutschland. Von hier wurde rechte Massenpropaganda betrieben. Vögler beteiligte sich auch an der Finanzierung von bürgerlichen Parteien in der Weimarer Republik. Erst ab dem Jahr 1931 können sich Spenden an die NSDAP nachweisen lassen. Im Jahr 1931 bereits traf er sich mit Hitler persönlich. Zwei Jahre später nahm er an einem Geheimtreffen von Industriellen teil, dem auch Hitler beiwohnte. Bei diesem Treffen wurde für die NSDAP eine Wahlkampfhilfe in Höhe von drei Millionen Reichsmark beschlossen. Albert Vögler gehörte bis Kriegsende als Gast der NSDAP-Fraktion an. Noch während des Krieges wurde er Mitglied des so genannten Reusch-Kreises, der wiederum enge Kontakte zu Widerstandsbewegungen hatte. Vögler wurde dafür trotzdem nicht von den Nazis verfolgt.

Foto

Alber Vögler Mit diesem Bild wurde Vögler im Reichstags-Handbuch von 1933 geführt.

Albert Vögler wurde im Februar 1877 in Borbeck geboren und starb am 14. April 1945 in Herdecke.